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Sonnensonntag.

DÜSSELDORF

Skateboard / Rollschuh fahren | am Rhein entlang  | ganztätig

Elvis Presley Ausstellung | Flingerstrasse 11  | ab 11 Uhr

Trödelmarkt | Flohmarkthalle / Im Dahlacker 70  |  ab 10 Uhr

KÖLN

Spazieren gehen / Fremde Menschen anlächeln | Zoologischer Garten | ganztägig

Beat BBQ | Jack in the Box / Vogelsanger Str. 231 | ab 16 Uhr

Requiem für Orte | Bühne der Kulturen / Platenstr. 32 | ab 20 Uhr

BONN

Spazieren gehen / Eis essen | Rheinauenpark | ganztägig

Mary Bauermeister Kulturgewächs - Spektrum über 60 Jahre | 

Kunstausstellung / Frauenmuseum | ab 14 Uhr

AACHEN

In die Sonne blinzeln / Eiscafé trinken | Markt | ganztägig

It´s your choice / Lieblingskunstwerke der Aachener | Ludwig Forum |  ab 11 Uhr

Egypt Error.Die Selektion | New Wave / Witch House / AZ Aachen |  ab 21 Uhr

MÖNCHENGLADBACH

Barfuß spazieren gehen / kalte Dosen Cola trinken | Bunter Garten | ganztägig

Marktschreiertage / Trödelmarkt | Messegelände Nordpark | ab 11 Uhr

Hip Hop, Techno, Rap, Electro.

Der Mensch braucht Freiraum, kaum Kritik:

Mr. X & Mr. Y – New World Order

Erinnert ihr euch noch an „New World Order“, wie ihr in euren Wrestlingshirts und langen Unterhosen durch den Raum geturnt seid und wahlweise eure Geschwister oder euer größtes Kuscheltier in den Schwitzkasten genommen habt?

Hach, was war das schön.

Aus mir kaum bekannten Gründen sind in meinem Kopf sämtliche Erinnerungen an meine Kindheit mit zwei essentiell wichtigen Elementen der 90er verbunden.

Eurodance und Wrestling.

Obwohl der Hit „New World Order“ von Mr. X & Mr. Y, der wohl kaum etwas mit der damals bekannten Spaltgruppe der World Wrestling Federation zu tun hat, schon etwa 15 Jahre alt ist, erscheint er doch heute wieder etwas perlenhaft.

Die aktuelle Tendenz zur Verschmelzung von R’n’B und technoider Musik, siehe SBTRKT, Diplo, usw. ist in sofern sehr interessant, dass beide Musikrichtungen in ihrer individuellen Entstehungslinie Schnittpunkte miteinander aufweisen.

Hier kommt der Titel von Mr. X & Mr. Y ins Spiel. Hinter Mr. X & Mr. Y stehen nämlich die Produzenten und damaligen Aushängeschilder zweier Musikrichtungen, Techno- und Ravekopf Westfalia Bambaataa, abgekürzt Westbam, und der vermeintliche Rap-Erfinder und vielzitierte Afrika Bambaataa, der schon Anfang der Neunziger mit elektronischen Beats auf sich aufmerksam machte.

So sehr sich beide Künstler damals mit Sellout-Vorwürfen einiger Raver auseinandersetzen mussten, waren sie doch wegweisend, auch in ihrem Zusammenschluss zu X&Y.

Sie zeigten, dass Techno und Rap den gleichen Ursprung in der afroamerikanischen Musik haben und, so sehr sie sich bisweilen auch auseinander bewegen, sagen wir zum Beispiel bei Gangsterrap und Speedcore, werden sie doch immerwieder aufeinandertreffen und perfekt harmonieren können.

Das Schöne, beziehungsweise Kaum-Verwunderliche ist hierbei jedoch, dass diese Refusion sich anscheinend immer nur im Mainstream abspielt. So geschehen auch im aktuellen Hit von Usher „Climax“. Hier steht Produzent Diplo an den Reglern und der unsympathischste Waschbrettbäuchling der R’n’B-Szene hinter dem Mikrofon.

Ich höre jetzt schon die Stimmen der vermeintlichen Dubstep-Connaiseure, wie sie nasenrümpfend den Verfall der geliebten Spartenmusik bezeugen.

Liebe Mainstreamhasser, es ist garnicht so schlimm.

Wir können doch alle gemeinsam irgendwann wieder lange Unterhosen und das Shirt vom Undertaker anziehen und zu Mainstreammusik wrestlen. Wär das nicht was? Wrestling zu Usher, vielleicht so als Einmarschmusik. Und im Ring läuft dann „New World Order“ bis das Wolf Pack alle vermöbbt.

Das Video:
http://vimeo.com/38430250
Poah, diese Fresse!

Musik/Legowelt - Be a Keukenposer!

Aus der Reihe “Superschlechte Websites hinter denen sich Großartiges verbirgt” präsentieren wir heute “Legowelt”. Der niederländische Produzent und DJ Danny Wolfers steckt ganz offensichtlich den Großtil seiner Arbeit in die Musik und nicht ein fancy Design seiner Website. So ganz irgendwie passt diese mit Glitzer-gifs geschmückte, in blau und rot gehaltene Website zum Sound von Legowellt. Hier werden Detroit-House, Hi-Hat-Klatschkombinationen und C64-Spielmusik in einen bunten Ballon gesteckt, wild geschüttelt und mit schwingendem Tanzbeil zum Platzen gebracht.

Danny Wolfers produziert unter verschiedenen Namen schon ungefähr so lange, wie seine Seite es vermuten lässt, mitunter auch mit großem kommerziellem Erfolg, wie die Wahl seines Tracks “Disco Rout” (großartiges Video übrigens) zum Track des Jahres 2002 inklusive diverser Sven Fetz-Seteinbauten beweist. Sehr zu empfehlen ist an dieser Stelle auch das Split-Release mit Garçon Taupe inklusive Garçon Taupes Knallerding “Lobo”. Wie dem auch sei, treten Sie ein in die, zicke-zacke, zicke-zacke - Wortwitz, Legowelt. 

http://awolfe.home.xs4all.nl/ 

Die Mixe sind sehr zu empfehlen!

Home - this is where I want to be.

Die Frage nach dem Sinn holt irgendwann auch die größten und buntesten Vögel ein. So auch Cheyenne, 80er-Jahre Superstar, Mick Jagger-Duo-Sänger, Robert Smith- Verschnitt und Sean Penn. Im Film “This must be the place” suchte besagte(r) Cheyenne in Folge des Todes seines Vaters nach einem Platz im Leben, abseit der Riesenvilla und Schminkexpertise. Dass er dabei den Weg des so fremden Vaters verfolgt ist nicht nur absurd, sondern auch grandios! Wo in den 80ern The Cure noch Araber töteten macht sich Cheyenne heute auf die Suche nach dem KZ-Aufseher und Peiniger des eigenen Vaters. Dabei verändert er nicht nur grundlegend alle Menschen auf seinen Stationen, sondern am Ende auch…ach, das Ende verrät man ja nicht.

Sean Penn ist ein wunderbarer Cheyenne und David Byrne ein großartiger David Byrne.

Trailer:

http://vimeo.com/36828065